Gebührenübersicht für Therapeuten

Therapiedauer

Der Begriff Therapiedauer hat zwei Bedeutungen. Zum einen gibt es die Dauer einer Therapiesitzung und zum anderen gibt es die Dauer eines Behandlungsfalls. Beide Bedeutungen sind für die Preisfindung außerordentlich wichtig.

Dauer einer Therapiesitzung

Die Dauer bzw. Länge einer Therapiesitzung variiert von Praxis zu Praxis. Bei den gesetzlich Krankenversicherten ist die Dauer einer Therapiesitzung vertraglich zwischen Therapeut und Krankenkasse festgeschrieben. Die Mindestbehandlungsdauer einer Physiotherapiesitzung beträgt beispielsweise 15 Minuten!

Solch eine vertragliche Vereinbarung gibt es zwischen Therapiepraxis und PKV nicht. Deswegen werden Privatpatienten in vielen Therapiepraxen auch deutlich länger behandelt. Kürzer als 20 bis 25 Minuten wird eine Physiotherapiesitzung meist nicht sein, oft dauert sie auch 30 Minuten oder eine Stunde.

Kein Wunder, dass eine längere Behandlung auch mehr kostet. In vielen Praxen liegt der Preis pro Behandlungsminute für Privatpatienten manchmal sogar niedriger als bei Kassenpatienten.

Dauer eines Behandlungsfalls

Als Behandlungsfall gilt die gesamte zur Heilung/Linderung vorgenommene Therapie derselben Krankheit/Diagnose/Indikation bis hin zur Wiederherstellung eines "gesunden", bzw. eines nicht mehr behandlungsbedüftigen Zustands.

Wenn ein mittelmäßiger Therapeut für einen Behandlungsfall 30 Therapiesitzungen benötigt und dafür je Sitzung 22 Euro abrechnet, dann kostet der Behandlungsfall 30 x 22 = 660 Euro.

Ein erstklassiger Therapeut mit einem Honorar für eine Therapiesitzung von 50 Euro benötigt für den selben Fall möglicherweise nur 10 Sitzungen, dann kostet der Behandlungsfall 10 x 50 = 500 Euro.

Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, dass der Vergleich von Honoraren für eine Sitzung unsinnig ist!

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